08.07.2005 - 09:13:
Bericht der Rheinpfalz (Lokalteil)
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Bericht der Rheinpfalz vom 8. Juli 2005:
„Wir suchen Leute, die bereit sind, uns 187.500 Euro ohne Sicherheiten zu geben.“ Das sagte der Verwaltungsratsvorsitzende des SV Weingarten, Hans Siegrist, bei der gestrigen Pressekonferenz in Schwegenheim zur Lage des Vereins über den Ende Juni ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Sollte sich kein Geldgeber finden, der für die Verbindlichkeiten einsteht, dann müsse ein Insolvenzverfahren eröffnet und der Verein, dem die Mittel fehlten, liquidiert werden, ergänzte der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Wiedemann, Mannheim.
Es gebe zwar ein Angebot der Gemeinde Weingarten, dem Verein zu helfen, aber es sei angesichts der Höhe von 500.000 Euro nicht ausreichend, da 687.500 Euro benötigt würden. Besagtes Angebot sei vom Ortsgemeinderat am Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen worden, sagte SVWVorsitzender Willi Behr.
Ortsbürgermeister Dr. Kurt Seibert bestätigte gestern zwar, dass es ein Angebot der Gemeinde an den Verein gebe, die Summe wollte er aber ebenso wenig nennen wie die Bedingungen, die daran geknüpft sind.
Laut Siegrist hat Seibert unter Berufung auf den Ratsbeschluss angeboten, dass die Gemeinde 500.000 Euro bereit stellt, wenn sie die Erbbaurechte für Gelände und Clubhaus vom SVW zurückerhalte, die Immobilien lastenfrei seien, Bürgschaft und Grundschuld gelöscht würden.
Seibert sagte, dass das Gemeindeinteresse über dem eines Vereins stehe. Die Gemeinde habe einen nicht ausgeglichenen Verwaltungshaushalt und könne deshalb weder Zusagen machen noch Investitionen tätigen ohne Zustimmung der Kommunalaufsicht. Ob diese letztlich von der Kreisverwaltung ausgeübt werde oder von der Aufsichtsbehörde in Trier sei noch offen. Die Gemeinde habe allerdings ein Interesse daran, das Clubhaus des SVW und das Sportgelände zu angemessenen Konditionen zu übernehmen. Dazu gehöre, dass die Immobilie ohne Lasten vom Verein, der das Clubhaus in Erbpacht von der Gemeinde erhalten habe, an diese wieder übergehe. Ob das möglich ist, müsse sich noch erweisen, so Seibert. Ausstehende Spielergehälter, offene Baukostenund/ oder Wasserrechnungen etwa, werde die Gemeinde nicht bezahlen.
Laut Behr ist die Hoffnung derzeit sehr gering, dass der SVW die 187.500 Euro noch auftreibt. Am Wochenende seien zwar noch Gespräche geplant, sollten diese aber nicht erfolgreich sein, müsse nächste Woche das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Laut Behr steht der Verein auf einer Klippe – eine Lage für die er selbst verantwortlich sei. Aber die Hand, die sich ausstrecke, sei keine helfende, sondern eine, die stoße, malte Behr melodramatisch sein Bild.
Siegrist und Behr rechneten unterdessen vor, dass die Gemeinde für den SVW eine Bürgschaft in Höhe von 300.000 Euro übernommen habe, sollte dieser zahlungsunfähig sein. Weitere knapp 200.000 Euro Grundschuld, die an das Land zurückgezahlt werden müssten, würden fällig, sollte das Sportgelände umgewidmet, sprich sollte einmal nicht mehr Fußball darauf gespielt, sondern beispielsweise Hühner gezüchtet werden, sagte Wiedemann.
08.07.2005 - 14:30:
RE: Bericht der Rheinpfalz (Lokalteil)
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„Wir suchen Leute, die bereit sind, uns 187.500 Euro ohne Sicherheiten zu geben.“
Das ist ja nur noch lachhaft...Was bilden sich diese Leute eigentlich ein?????
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08.07.2005 - 15:45:
RE: Bericht der Rheinpfalz (Lokalteil)
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Es wird soviel dummes Zeugs gelabert, da fallen einem solche "Kleinigkeiten" schon garnicht mehr auf;-)
Speziell Aussagen von einem Herrn verwundern mich nicht mehr. Aber hast recht, der Spruch ist schon arg...., na ich zitiere mal den "Zuschauer", unbeholfen.
Erst meinte ich, es sei Arroganz, dann dachte ich, es könnte schlicht und ergreifend Dummheit sein. Inzwischen ist zumindest denkbar, dass es die blanke Angst ist...
(einen Zusammenhang des letzten Absatzes mit vorab genannten Personen streite ich vehement ab!) ;-)
Zusatz: Vielleicht wollte Herr Siegrist mit diesem (ironischen?) Satz auch nur klar machen, wie absurd und aussichtslos das Ganze ist.